Ψ Ab März diese Jahres wird ein neues Projekt den durch Überfälle gebeutelten Schöneberger Kiez ein klein wenig sicherer machen: Ich starte die Aktion »Sicherer Samstag«. Fortan wird es jeden ersten Samstag im Monat Kiez-Patrouillen und Kneipen-"Shuttles" in der »Gay Area West« Berlins geben.
Ψ Die Zahl der Angriffe und Überfalle, speziell die mit räuberischer Absicht, haben auf dem Schöneberger Homo-Kiez in den letzten Jahren stetig zugenommen. Es ist inzwischen an der Zeit, dass wir (die Queer Community) unsere Sicherheit verstärkt auch selbst in die Hand nehmen. Orientiert an Projekten wie der »Pink Patrol« (New York City, USA) organisiere ich daher fortan die »Sicheren Samstage«, an denen zunächst an einem (dem ersten) Samstag im Monat auf den Straßen des Schöneberger Kiezes Teams patrouillieren, zwischen Kneipen pendeln und Leute von Bar zu Bar oder auch zu den Taxi-Ständen oder BVG-Haltestellen bringen sowie Info-Material verteilen.
Ψ Natürlich lässt sich so ein Projekt nicht alleine stemmen. Zahlreiche weitere Projekte sind (auch hiermit) eingeladen, sich aktiv zu beteiligen - und nicht zuletzt bzw. vor allem braucht es Leute, die am »Sicheren Samstag« tatkräftig mithelfen. Daher ist diese Ankündigung auch ein Aufruf: Helft bitte mit, an einem Samstag im Monat unseren Kiez ein wenig sicherer zu machen!
Ψ Im Februar wird es einige Vorbesprechungstermine für das Projekt geben: Für Helfer, die in Teams über den Kiez patrouillieren werden, und für beteiligte Wirte und Projekte. Der erste »Sichere Samstag« wird der 3. März 2012 sein.
Ψ Wenn Du diese Aktion unterstützen möchtest (ob nun im Patrouillien-/Shuttle-»Dienst« oder anderweitig), dann nimm' bitte Kontakt mit mir auf unter schwester.aura@web.de - jede Hilfe kommt unser aller Sicherheit in Schöneberg zugute.
Willkommen auf dem Weblog einer Schwester der Perpetuellen Indulgenz
Freitag, 27. Januar 2012
Donnerstag, 1. Dezember 2011
24. Trauerzug der Berliner AIDS-Hilfe
Ψ Gestern, am 30. November 2011, fand der 24. Trauerzug der Berliner AIDS-Hilfe statt. Traditionell am Abend vor dem Welt-AIDS-Tag fanden sich zahlreiche Menschen zusammen, um ihre Trauer über die an den Folgen von HIV und AIDS zu trauern, ihre Solidarität mit Positiven und Betroffenen zu zeigen sowie ein Zeichen in der Öffentlichkeit zu setzen, dass trotz allen Leids auch Leben(sfreude) und Entschlossenheit im Kampf gegen HIV existiert. An dem Zug, der in einem Lichtermeer am Wittenbergplatz endete, nahmen etliche Mitglieder der Berliner Schwesterngruppen teil.
Ψ Kai, ein langjähriger Freund der Schwestern, filmte den Trauerzug. Sein Video findet Ihr hier:
Ψ Kai, ein langjähriger Freund der Schwestern, filmte den Trauerzug. Sein Video findet Ihr hier:
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Gemeinschaft geht nicht allein
Ψ Ich bin nicht gern allein. Mit Einsamkeit und alleinen Situationen komme ich schlecht zurecht. Das ist über die Jahre besser geworden, sonst hätte ich die Zeit seit meinem Austritt aus dem OSPI Berlin Ende Februar dieses Jahre gar nicht ertragen können. Doch wo andere problemlos dauerhaft alleine bleiben können, habe ich das Bedürfnis nach Gemeinschaft, nach Zusammenkunft, nach »in einer Gruppe Dinge tun«.
Ψ Es ist ganz normal, dass Menschen sich zusammentun (wollen), um gemeinsam mehr bewirken zu können. Also ist mein Wunsch nach Gemeinschaft nicht außergewöhnlich. Bislang habe ich mich bemüht, irgendwie an den Kontakt mit meiner bisherigen Gruppe wieder anknüpfen zu können, ohne fordernd zu wirken - aber das klappte nicht: War ich zunächst in den derzeit bei OSPI Berlin stattfindenden Supervisionsprozess eingeladen worden, wurde ich im letzten Moment wieder ausgeladen ... und selbst ergebnisoffene, kollegiale Gespräche mit der Ordensmutter sind mir derzeit verwehrt worden.
Ψ Also ließ ich mein Bedürfnis dem OSPI Berlin gegenüber los und überlegte, wie ich auf andere Weise in einer Gemeinschaft Schwester sein kann. Und wie das manchmal so ist: Plötzlich waren da Menschen, die wie ich Interesse daran haben, gemeinsam Dinge zu bewegen.
Ψ Aktuell hat ein Prozess begonnen, an dessen Ende sich Menschen, die anderen helfen, zusammen gefunden haben werden. Eine Gruppe wird entstehen, in der ich selbst getragen werde und in der ich andere mittragen kann. Und auch wenn jetzt Einzelne ausrufen »Aura gründet ein neues Ordenshaus!«, so ist das dann doch sowohl zu verkürzt als auch zu weit gedacht: Aktuell reden Menschen, die Gemeinschaft wollen, miteinander - darüber, was sie sich wünschen, was sie sich vorstellen und was sie gerne tun würden. Etwas ist im Entstehen und nicht bereits fertig ausgedacht. Der Beginn eines Prozesses eben und nicht sein Ergebnis.
Ψ Der Grund für diese Zeilen ist auch, dass dieser »Menschen bauen sich eine Gemeinschaft auf«-Prozess nicht geheim stattfindet und ich daher offen damit umgehe, also auch darüber schreibe. Es kann und darf und soll transparent für die gesamte Community (der die Schwestern als wichtiger Bestandteil angehören) sein, was ich bzw. wir tun - nur so kann auch offen und auf gleicher Augenhöhe darüber gesprochen werden.
Ψ An dem Zusammenfinden dieser neuen Gruppe gemeinnützig arbeitender Menschen ist (auch, wenn Einzelne das Gegenteil behaupten werden) nichts Schlechtes oder gar Gemeines. Das Bedürfnis nach Gemeinschaft ist nicht aus dem Vorsatz, Leid und Not zu verursachen, geboren. Wer sich nun von der Arbeit für Andere per se verletzt fühlt, den möchte ich bitten, mit mir darüber zu sprechen - das ist der sinnvollste und vorteilhafteste Weg, eine Lösung hierfür zu finden.
Ψ Ich freue mich über die aktuelle Entwicklung. Eine Entwicklung, bei der noch nicht exakt abzusehen ist, welches Ergebnis am Ende stehen wird. Spannend ist es allemal. Und gut fühlt es sich an.
Ψ Es ist ganz normal, dass Menschen sich zusammentun (wollen), um gemeinsam mehr bewirken zu können. Also ist mein Wunsch nach Gemeinschaft nicht außergewöhnlich. Bislang habe ich mich bemüht, irgendwie an den Kontakt mit meiner bisherigen Gruppe wieder anknüpfen zu können, ohne fordernd zu wirken - aber das klappte nicht: War ich zunächst in den derzeit bei OSPI Berlin stattfindenden Supervisionsprozess eingeladen worden, wurde ich im letzten Moment wieder ausgeladen ... und selbst ergebnisoffene, kollegiale Gespräche mit der Ordensmutter sind mir derzeit verwehrt worden.
Ψ Also ließ ich mein Bedürfnis dem OSPI Berlin gegenüber los und überlegte, wie ich auf andere Weise in einer Gemeinschaft Schwester sein kann. Und wie das manchmal so ist: Plötzlich waren da Menschen, die wie ich Interesse daran haben, gemeinsam Dinge zu bewegen.
Ψ Aktuell hat ein Prozess begonnen, an dessen Ende sich Menschen, die anderen helfen, zusammen gefunden haben werden. Eine Gruppe wird entstehen, in der ich selbst getragen werde und in der ich andere mittragen kann. Und auch wenn jetzt Einzelne ausrufen »Aura gründet ein neues Ordenshaus!«, so ist das dann doch sowohl zu verkürzt als auch zu weit gedacht: Aktuell reden Menschen, die Gemeinschaft wollen, miteinander - darüber, was sie sich wünschen, was sie sich vorstellen und was sie gerne tun würden. Etwas ist im Entstehen und nicht bereits fertig ausgedacht. Der Beginn eines Prozesses eben und nicht sein Ergebnis.
Ψ Der Grund für diese Zeilen ist auch, dass dieser »Menschen bauen sich eine Gemeinschaft auf«-Prozess nicht geheim stattfindet und ich daher offen damit umgehe, also auch darüber schreibe. Es kann und darf und soll transparent für die gesamte Community (der die Schwestern als wichtiger Bestandteil angehören) sein, was ich bzw. wir tun - nur so kann auch offen und auf gleicher Augenhöhe darüber gesprochen werden.
Ψ An dem Zusammenfinden dieser neuen Gruppe gemeinnützig arbeitender Menschen ist (auch, wenn Einzelne das Gegenteil behaupten werden) nichts Schlechtes oder gar Gemeines. Das Bedürfnis nach Gemeinschaft ist nicht aus dem Vorsatz, Leid und Not zu verursachen, geboren. Wer sich nun von der Arbeit für Andere per se verletzt fühlt, den möchte ich bitten, mit mir darüber zu sprechen - das ist der sinnvollste und vorteilhafteste Weg, eine Lösung hierfür zu finden.
Ψ Ich freue mich über die aktuelle Entwicklung. Eine Entwicklung, bei der noch nicht exakt abzusehen ist, welches Ergebnis am Ende stehen wird. Spannend ist es allemal. Und gut fühlt es sich an.
Montag, 17. Oktober 2011
Perpetuell indulgente Essays
ΨBei mir sind viele Dinge in Bewegung gekommen während der zurückliegenden Wochen. Eines davon ist mein Eintritt in eine Phase noch tieferer Betrachtung und Reflexion schwesterlicher Arbeit und Inhalte. Damit einher gehend werde ich das tun, was eines meiner besonderen Talente berührt: Ich werde schreiben.
ΨIn der nächsten Zeit werden Essays zu den verschiedensten Aspekt der Arbeit und Grundsätze der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz entstehen. Über die »social publishing« Website Scripd (http://www.scribd.com) werden die Ergebnisse meiner Arbeit dann Allen zur Verfügung stehen. So können andere Mitglieder der Schwesterbewegung inspirative Anstöße erhalten und Gemeindemitglieder (also die Leute der Queer Community) interessante Einblicke in das, wofür die Schwestern stehen und womit sie sich beschäftigen.
ΨDabei liegt es mir fern, für alle Schwestern zu sprechen. Vielmehr werde ich »bei mir bleiben«, also meine innere Herangehensweise an die entsprechenden Themen schildern. Welche Schlüße und Ergebnisse andere Ordensmitglieder aus meinen Zeilen ziehen, obliegt in völliger Freiheit jedem Einzelnen.
ΨIch freue mich bereits auf die Schreibarbeit und die späteren Rückmeldungen. Die nächsten Wochen und Monate werden spannend und anregen sein.
ΨIn der nächsten Zeit werden Essays zu den verschiedensten Aspekt der Arbeit und Grundsätze der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz entstehen. Über die »social publishing« Website Scripd (http://www.scribd.com) werden die Ergebnisse meiner Arbeit dann Allen zur Verfügung stehen. So können andere Mitglieder der Schwesterbewegung inspirative Anstöße erhalten und Gemeindemitglieder (also die Leute der Queer Community) interessante Einblicke in das, wofür die Schwestern stehen und womit sie sich beschäftigen.
ΨDabei liegt es mir fern, für alle Schwestern zu sprechen. Vielmehr werde ich »bei mir bleiben«, also meine innere Herangehensweise an die entsprechenden Themen schildern. Welche Schlüße und Ergebnisse andere Ordensmitglieder aus meinen Zeilen ziehen, obliegt in völliger Freiheit jedem Einzelnen.
ΨIch freue mich bereits auf die Schreibarbeit und die späteren Rückmeldungen. Die nächsten Wochen und Monate werden spannend und anregen sein.
Samstag, 15. Oktober 2011
Neuer Prozess
Ich kann nicht auf Dauer »alleine Schwester« sein. Entsprechend muss und wird sich dies ändern. Leider nicht auf die Weise, wie es eigentlich sein sollte und vorteilhaft wäre - denn hierfür habe ich eine Absage bekommen.
Nun beginne ich einen Prozess, der neu für mich ist und an dessen Ende ich als Schwester nicht mehr alleine sein werde.
Nochmals weise ich darauf hin: Wer mit mir wirklich in Kontakt treten und auf gleicher Augenhöhe sprechen möchte, kann und darf und soll diese bitte tun: Meine E-Mail-Adresse ist bekannt und bei einer Tasse Tee lässt es sich gut und konstruktiv reden.
Nun beginne ich einen Prozess, der neu für mich ist und an dessen Ende ich als Schwester nicht mehr alleine sein werde.
Nochmals weise ich darauf hin: Wer mit mir wirklich in Kontakt treten und auf gleicher Augenhöhe sprechen möchte, kann und darf und soll diese bitte tun: Meine E-Mail-Adresse ist bekannt und bei einer Tasse Tee lässt es sich gut und konstruktiv reden.
Freitag, 9. September 2011
FOLSOM EUROPE ruft
• • • Morgen Nachmittag, am 10. Spetember 2011, wird die Fuggerstraße in Berlin/Schöneberg wieder nur so von Leder- und Fetischleuten (Frauen wie Männern) wimmeln: Das FOLSOM EUROPE Straßenfest findet statt. Mitten drin werde ich das erste Mal seit gut drei Monaten wieder manifestieren (d.h. in Habit anwesend sein) und Gemeindedienst leisten, worauf ich mich bereits sehr freue.
• • • Jetzt ist es gerade halb Zwei Uhr nachts und bis eben habe ich noch Flyer für den Tag morgen ausgedruckt und gefaltet. Das teils sehr ledrige Outfit für morgen liegt bereit, der Schwesternkorb ist voll mit Kondomen, Gleitgel und den frischgefalteten Flyern gepackt ... jetzt gilt es nur noch, eine Mütze Schlaf zu bekommen und morgen frohgemut an den Schminkspiegel zu treten. Hach, das wird schön.
• • • Für die Zeit nach diesem Straßenfest habe ich mir vorgenommen, meinen Blog mehr zu pflegen und Euch regelmäßig an meiner Arbeit teilhaben zu lassen. Das wird bestimmt spannend für Euch und für mich. :-)
• • • Jetzt ist es gerade halb Zwei Uhr nachts und bis eben habe ich noch Flyer für den Tag morgen ausgedruckt und gefaltet. Das teils sehr ledrige Outfit für morgen liegt bereit, der Schwesternkorb ist voll mit Kondomen, Gleitgel und den frischgefalteten Flyern gepackt ... jetzt gilt es nur noch, eine Mütze Schlaf zu bekommen und morgen frohgemut an den Schminkspiegel zu treten. Hach, das wird schön.
• • • Für die Zeit nach diesem Straßenfest habe ich mir vorgenommen, meinen Blog mehr zu pflegen und Euch regelmäßig an meiner Arbeit teilhaben zu lassen. Das wird bestimmt spannend für Euch und für mich. :-)
Samstag, 18. Juni 2011
The Inner Light
• • • Ich habe da eine Anzahl von Musiktiteln, die ich traditionell zum Schminken höre. Da sind Songs wie »Angel« von Chaira drauf, aber auch Filmmusik. Der für mich persönlichste Titel ist dabei »The Inner Light«: ein Instrumentalstück, das in der gleichnamigen Folge der SF-Serie »Star Trek - The Next Generation« verwendet wurde.
• • • Ich verbinde sehr viele Erinnerungen an dieses Stück. Das Wichtigste, das mir dieser Titel jedoch stets wachruft: In jedem von uns ist ein Inneres Licht - wenn wir in Kontakt mit diesem Inneren Licht stehen, werden äußere Umstände weniger wichtig, nur die Harmonie mit der eigenen Identität zählt.
• • • Und diesen Gedanken nehme ich heute gern mit auf das Queere Stadtfest in Schöneberg. Vielleicht kann ich ein paar von Euch da draußen helfen, mit Eurem Inneren Licht Kontakt aufzunehmen?
• • • Ich verbinde sehr viele Erinnerungen an dieses Stück. Das Wichtigste, das mir dieser Titel jedoch stets wachruft: In jedem von uns ist ein Inneres Licht - wenn wir in Kontakt mit diesem Inneren Licht stehen, werden äußere Umstände weniger wichtig, nur die Harmonie mit der eigenen Identität zählt.
• • • Und diesen Gedanken nehme ich heute gern mit auf das Queere Stadtfest in Schöneberg. Vielleicht kann ich ein paar von Euch da draußen helfen, mit Eurem Inneren Licht Kontakt aufzunehmen?
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