• • • Morgen Nachmittag, am 10. Spetember 2011, wird die Fuggerstraße in Berlin/Schöneberg wieder nur so von Leder- und Fetischleuten (Frauen wie Männern) wimmeln: Das FOLSOM EUROPE Straßenfest findet statt. Mitten drin werde ich das erste Mal seit gut drei Monaten wieder manifestieren (d.h. in Habit anwesend sein) und Gemeindedienst leisten, worauf ich mich bereits sehr freue.
• • • Jetzt ist es gerade halb Zwei Uhr nachts und bis eben habe ich noch Flyer für den Tag morgen ausgedruckt und gefaltet. Das teils sehr ledrige Outfit für morgen liegt bereit, der Schwesternkorb ist voll mit Kondomen, Gleitgel und den frischgefalteten Flyern gepackt ... jetzt gilt es nur noch, eine Mütze Schlaf zu bekommen und morgen frohgemut an den Schminkspiegel zu treten. Hach, das wird schön.
• • • Für die Zeit nach diesem Straßenfest habe ich mir vorgenommen, meinen Blog mehr zu pflegen und Euch regelmäßig an meiner Arbeit teilhaben zu lassen. Das wird bestimmt spannend für Euch und für mich. :-)
Willkommen auf dem Weblog einer Schwester der Perpetuellen Indulgenz
Freitag, 9. September 2011
Samstag, 18. Juni 2011
The Inner Light
• • • Ich habe da eine Anzahl von Musiktiteln, die ich traditionell zum Schminken höre. Da sind Songs wie »Angel« von Chaira drauf, aber auch Filmmusik. Der für mich persönlichste Titel ist dabei »The Inner Light«: ein Instrumentalstück, das in der gleichnamigen Folge der SF-Serie »Star Trek - The Next Generation« verwendet wurde.
• • • Ich verbinde sehr viele Erinnerungen an dieses Stück. Das Wichtigste, das mir dieser Titel jedoch stets wachruft: In jedem von uns ist ein Inneres Licht - wenn wir in Kontakt mit diesem Inneren Licht stehen, werden äußere Umstände weniger wichtig, nur die Harmonie mit der eigenen Identität zählt.
• • • Und diesen Gedanken nehme ich heute gern mit auf das Queere Stadtfest in Schöneberg. Vielleicht kann ich ein paar von Euch da draußen helfen, mit Eurem Inneren Licht Kontakt aufzunehmen?
• • • Ich verbinde sehr viele Erinnerungen an dieses Stück. Das Wichtigste, das mir dieser Titel jedoch stets wachruft: In jedem von uns ist ein Inneres Licht - wenn wir in Kontakt mit diesem Inneren Licht stehen, werden äußere Umstände weniger wichtig, nur die Harmonie mit der eigenen Identität zählt.
• • • Und diesen Gedanken nehme ich heute gern mit auf das Queere Stadtfest in Schöneberg. Vielleicht kann ich ein paar von Euch da draußen helfen, mit Eurem Inneren Licht Kontakt aufzunehmen?
Mittwoch, 1. Juni 2011
Eine Kerze für Frank, Jo und einen Unbekannten
Es gibt Zeiten, in denen ist man als Schwester mit dem Tod konfrontiert. Dies geht mir derzeit sehr stark so.
Am zurückliegenden Samstag habe ich erfahren, dass Frank gestorben ist, der Lebensgefährte und Gatte von Sepp Engelmeier aus Wien. Gestern habe ich erfahren, dass Jo gestorben ist, ein schwuler Mann, der eher zurückgezogen gelebt hat. Und heute habe ich erfahren, dass ein unbekannter schwuler Positiver aus Hannover gewaltsam gestorben ist (siehe dpa-Meldung unten), der auf der Suche nach Liebe und einer Beziehung war.
Ich möchte Euch bitten, für diese drei mit mir zusammen eine Kerze anzuzünden und wenigstens eine Viertelstunde brennen zu lassen. Meine Fürbitte an die Große Göttin gilt den Seelen der Gegangenen, ihrem Übergang in die Jenseitige Welt und ihren Angehörigen in dieser.
Licht und Liebe!
- - - -
Hannover: 25-Jähriger erstochen - Polizei richtet Mordkommission ein
Nach dem gewaltsamem Tod eines 25-Jährigen in Laatzen bei Hannover hat die Polizei eine Mordkommission eingerichtet. Wie die Gerichtsmediziner feststellten, ist der junge Mann infolge von Stichverletzungen verblutet. Bisher gebe es keine Hinweise auf den Täter, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.
Die 31 Jahre alte Schwester des Opfers hatte am Montag die Mietwohnung ihres Bruders mit einem Zweitschlüssel geöffnet, weil sie ihn seit dem 17. Mai telefonisch nicht mehr erreicht hatte. Dort bemerkte sie Blutspuren und alarmierte die Rettungskräfte. Die Polizei fand den vor mehreren Tagen getöteten 25-Jährigen. Die Beamten ermitteln nun im Umfeld des Opfers, das laut Polizei nicht aus dem kriminellen Milieu stammt.
- dpa
Am zurückliegenden Samstag habe ich erfahren, dass Frank gestorben ist, der Lebensgefährte und Gatte von Sepp Engelmeier aus Wien. Gestern habe ich erfahren, dass Jo gestorben ist, ein schwuler Mann, der eher zurückgezogen gelebt hat. Und heute habe ich erfahren, dass ein unbekannter schwuler Positiver aus Hannover gewaltsam gestorben ist (siehe dpa-Meldung unten), der auf der Suche nach Liebe und einer Beziehung war.
Ich möchte Euch bitten, für diese drei mit mir zusammen eine Kerze anzuzünden und wenigstens eine Viertelstunde brennen zu lassen. Meine Fürbitte an die Große Göttin gilt den Seelen der Gegangenen, ihrem Übergang in die Jenseitige Welt und ihren Angehörigen in dieser.
Licht und Liebe!
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Hannover: 25-Jähriger erstochen - Polizei richtet Mordkommission ein
Nach dem gewaltsamem Tod eines 25-Jährigen in Laatzen bei Hannover hat die Polizei eine Mordkommission eingerichtet. Wie die Gerichtsmediziner feststellten, ist der junge Mann infolge von Stichverletzungen verblutet. Bisher gebe es keine Hinweise auf den Täter, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.
Die 31 Jahre alte Schwester des Opfers hatte am Montag die Mietwohnung ihres Bruders mit einem Zweitschlüssel geöffnet, weil sie ihn seit dem 17. Mai telefonisch nicht mehr erreicht hatte. Dort bemerkte sie Blutspuren und alarmierte die Rettungskräfte. Die Polizei fand den vor mehreren Tagen getöteten 25-Jährigen. Die Beamten ermitteln nun im Umfeld des Opfers, das laut Polizei nicht aus dem kriminellen Milieu stammt.
- dpa
Freitag, 25. Februar 2011
Manifestation auf der POP Singleparty
Meine erste Manifestation als unabhängige Schwester in der Queeren Gemeinde Berlins führt mich heute Abend zur POP Singleparty ins Goya.
Ab 22 Uhr werde ich perpetuell indulgente Präsenz zeigen, den einsamen Herzen der Stadt mit schwesterlichem Rat zur Seite stehen und für Gespräche zur Verfügung stehen.
Ich freue mich schon sehr, dort spannender Leute zu treffen. Ach, das wird schöön!
Ab 22 Uhr werde ich perpetuell indulgente Präsenz zeigen, den einsamen Herzen der Stadt mit schwesterlichem Rat zur Seite stehen und für Gespräche zur Verfügung stehen.
Ich freue mich schon sehr, dort spannender Leute zu treffen. Ach, das wird schöön!
Donnerstag, 24. Februar 2011
Unabhängigkeit
Es gibt schon die ersten, wilden Gerüchte. Daher: ja, ich habe den OSPI verlassen und werde fortan als unabhängige Schwester ohne Hauszugehörigkeit in Berlin für und in der Queeren Gemeinde wirken.
Dieser Schritt ist bedeutungsvoll, stellt er doch einen Meilenstein auf mein Weg dar. Doch ich will nach vorne und nicht nach hinten blicken. Über verschüttete Milch lohnt es nicht, zu klagen.
Statt dessen freue ich mich auf meine nächsten Manifestationen und Projekte.
Dieser Schritt ist bedeutungsvoll, stellt er doch einen Meilenstein auf mein Weg dar. Doch ich will nach vorne und nicht nach hinten blicken. Über verschüttete Milch lohnt es nicht, zu klagen.
Statt dessen freue ich mich auf meine nächsten Manifestationen und Projekte.
Freitag, 21. Januar 2011
Fashionweek in Berlin
Irgendwie ist ja grade wieder Fashionweek in Berlin ... ein Event, der mich nun wirklich gar nicht interessiert. Als Schwester werde ich immer wieder einmal auch als Mode-Ikone gesehen, es ist ja quasi soo »Fashion«, was wir tun.
Göttin sei Dank ist dem nicht so. Wir folgen nicht wirklich ständig und durchgängig irgendwelchen Moderichtlinien oder stellen sie gar auf. Das mag zwar so wirken, tatsächlich aber nehmen wir als Habit (Ordensarbeitskleidung) einfach das, was wir (meist preiswert, gern second hand) kriegen können und was nicht ganz danach aussieht, als wäre eine russische Trümmerfrau auf der Flucht ... obwohl man bei meinen Klamotten ... naja, anyway ...
Jedenfalls keiren wir einen Style, wir designen keine Designermode und im Endeffekt dient unser Klamottenlook einfach nur einem unserer Hauptziele: universelle Lebensfreude zu verbreiten. Das klingt zwar nach Hippies, ist aber so. +lieblächel+
Göttin sei Dank ist dem nicht so. Wir folgen nicht wirklich ständig und durchgängig irgendwelchen Moderichtlinien oder stellen sie gar auf. Das mag zwar so wirken, tatsächlich aber nehmen wir als Habit (Ordensarbeitskleidung) einfach das, was wir (meist preiswert, gern second hand) kriegen können und was nicht ganz danach aussieht, als wäre eine russische Trümmerfrau auf der Flucht ... obwohl man bei meinen Klamotten ... naja, anyway ...
Jedenfalls keiren wir einen Style, wir designen keine Designermode und im Endeffekt dient unser Klamottenlook einfach nur einem unserer Hauptziele: universelle Lebensfreude zu verbreiten. Das klingt zwar nach Hippies, ist aber so. +lieblächel+
Donnerstag, 20. Januar 2011
Krankenhausbesucher
Wir Schwestern haben einen internationalen E-Mail-Verteiler - dort diskutieren wir international relevante Themen, beraten uns bzw. einander in Fragen unserer Gemeindearbeit, bitten einander um Energie (falls es uns oder den unsrigen nicht gut geht) oder informieren einander über aktuelle politische Entwicklungen in den jeweiligen Ländern.
So habe ich heute früh auch erfahren, dass auf eine Initiative von Präsident Obama hin jetzt eine neue Regelung an US-amerikanischen Krankenhäuser in Kraft tritt, wonach den Patienten jetzt die Entscheidung über die Besucher obliegt. Das war bislang nicht so, Krankenhäuser und Ärzte konnten einem Besucher, der nicht der leiblichen Familie des Kranken angehörte, den Besuch verweigern.
Die entsprechend Meldung findet Ihr bei ABC-News HIER.
Hierzulande hat meines Wissens nach der Patient volles Entscheidungsrecht, wer ihn besuchen darf bzw. soll, soweit er bei ordentlichem Bewusstsein ist. Für kritische Fälle ist in Deutschland eine Patientenverfügung nötig, um seine eigenen Interessen durchzusetzen.
So habe ich heute früh auch erfahren, dass auf eine Initiative von Präsident Obama hin jetzt eine neue Regelung an US-amerikanischen Krankenhäuser in Kraft tritt, wonach den Patienten jetzt die Entscheidung über die Besucher obliegt. Das war bislang nicht so, Krankenhäuser und Ärzte konnten einem Besucher, der nicht der leiblichen Familie des Kranken angehörte, den Besuch verweigern.
Die entsprechend Meldung findet Ihr bei ABC-News HIER.
Hierzulande hat meines Wissens nach der Patient volles Entscheidungsrecht, wer ihn besuchen darf bzw. soll, soweit er bei ordentlichem Bewusstsein ist. Für kritische Fälle ist in Deutschland eine Patientenverfügung nötig, um seine eigenen Interessen durchzusetzen.
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